Presse

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2009

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 Quelle: Wetterauer Zeitung 17.05.2009

 Wetterauer Obstbrandtag: Jury testet 95 Proben

Wetteraukreis (pm). Der 5. Wetterauer Obstbrandtag auf dem Hof der Familie des Brenners Reiner Weidmann in Ockstadt war ein voller Erfolg, wie der Vorsitzende des Trägervereins Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute Wetteraukreis, Dr. Johannes Fertig, nach der Veranstaltung feststellte.

Fertig konnte unter anderem den Kreisbeigeordneten Ottmar Lich und den Vorsitzenden des Ausschusses für Kreisentwicklung, Alfons Götz, begrüßen. Beide stellten eine weitere Unterstützung der Ziele und Aktionen der Apfelwein- und Obstwiesenroute in Aussicht. Die Jagdhorngruppe des Gesangvereins Frohsinn aus Ockstadt begleitete die Grußworte mit einigen eingehenden Stücken. Insgesamt 95 Proben in den Kategorien »Steinobst«, »Kernobst« und »Sonstige« wurden vor der Prämierung von Privatleuten abgegeben. Die Betreiber von Brennereien nahmen nicht am Wettbewerb teil. Kriterien für die Jury um die Brand-Experten Sebastian Hett, Bruno Russo, Reiner Erdtmann und Norman Groh waren Geruch, Geschmack und Klarheit.  Nachdem Klaus Linkenbach und seine Kollegen vom Verein der Köche Bad Nauheim den Obstbrandtag mit kulinarischen Köstlichkeiten bereichert hatten, hatten die Besucher die Gelegenheit, sich bei zwei Schaubrennen über die Herstellung von hochprozentigen Wässerchen zu informieren. Höhepunkt war die Bekanntgabe der Ergebnisse mit der Verleihung von Urkunden und Gold-, Silber-, oder Bronze-Medaillen durch Fertig und Landrat Joachim Arnold.

In der Kategorie »Sonstige« erreichten Thomas Witzenberger (Friedberg-Ockstadt), Klaus Baumbach (Gedern-Wenigs), Walter Falkenstein (Friedrichsdorf), Johannes Löffel (Rockenberg) und Hermann Weitz (Ortenberg-Lißberg) den Goldrang. Der Zwetschgenbrand von Karl-Friedrich Klinge aus Rosbach erreichte Goldrang beim Steinobst. Für den Quittenschnaps von Heinz-Josef Weil verteilte die Jury in der Kategorie »Kernobst« eine Silbermedaille. Dahinter folgten Roland Seibel (Messel) und Hans-Günther Kraus (Friedberg).

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2007

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Quelle: Butzbacher Zeitung Donnerstag, 03. Mai 2007

>>Concordia<< besuchte Weinanbaugebiet

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ROCKENBERG. Öchsle, Frucht- und Zuckergehalt sind ab sofort für die Mitglieder des Gesangsvereins Concordia Rockenberg keine Fremdwörter mehr. Bei der schon traditionellen Maiwanderung besuchte man in diesem Jahr die Weinanbauflächen des Vino-Wetterauer-Winzer e.V. in Oppershofen. Nach einer lockeren Darstellung über die vorhandenen Rebsorten und deren Qualitäten gönnte man sich einen fruchtigen Schluck, bevor es auf Schusters Rappen weiter durch die Gemarkung von Rockenberg ging.

Text + Foto: mg

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2006

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Quelle: Butzbacher Zeitung Donnerstag, 09. November 2006

Roter Mäuskopp heißt der neue Wein

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OPPERSHOFEN. Man könnte sagen, es ist vollbracht. Die jahrelange Arbeit auf dem Weingrundstück der Winzerfreunde „VINO – Wetterauer Winzer e.V.“ in Oppershofen ließ einen Wein mit besonderem Geschmack entstehen. So besonders wie das Bukett des Weines ist auch der Name. Im Geiste des Weines wurde der Name auserkoren, der so vielsagend wie die Geschmäcker der Weinfreunde ist. Der Name „ROTER“ soll nach Rockenberg verbinden – und da liegt nicht näher wie das Rote Haus. „MÄUSKOPP“ – der Name ist nicht nur in Oppershofen und Rockenberg bekannt – auch über die Grenzen der Gemeinde hinaus weiß man mit dem Begriff etwas anzufangen. Abgefüllt in Flaschen zu 0,5 l soll der erste Wein unverkäuflich sein. Über den Verein „VINO – Wetterauer Winzer e.V.“ und seinen neuen Wein kann man Näheres im Internet unter www.wetterauer-winzer.de erfahren.

Text + Foto: mg

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Quelle: Wetterauer Zeitung Freitag, 10. November 2006

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Einen Wein von besonderem Geschmack hat die jahrelange Arbeit im „Weingarten“ des Vereins „VINO – Wetterauer Winzer“ in Oppershofen entstehen lassen. So außergewöhnlich wie das Bukett des Weines ist auch sein Name, der im Geiste des Weines auserkoren worden sein soll. Der erste Teil „Roter“ soll die Verbindung nach Rockenberg assoziieren (was liegt näher als das rote Haus?), und was ein „Mäuskopp“ ist, weiß man in den beiden Ortschaften und darüber hinaus. Abgefüllt in Halbliter-Flaschen liegt er im Keller, und wie man hört, soll der erste unverkäuflich sein.

Text und Foto: Groß

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Quelle: Butzbacher Zeitung Mittwoch, 11. Oktober 2006

 

Weinlese in Oppershofen

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OPPERSHOFEN. Am Sonntag trafen sich bei strahlendem Sonnenschein Weinfreunde aus Nah und Fern am Weingrundstück von Johannes Löffel in Oppershofen zur Weinlese. Auch Bürgermeister Manfred Wetz aus Rockenberg ließ es sich in diesem Jahr nicht nehmen, bei der Lese mit anzupacken. Wo man die Reben abschneiden darf, wurde von Johannes Löffel gezeigt und so ging es in bester Stimmung an die Arbeit. Die Kinder, die dieses Spektakel besonders gern annehmen, warten ungeduldig, um die gelesenen Trauben im Maischer zu zerdrücken. In der Kelter floss dann unaufhörlich der frische Traubensaft. Das Ereignis zog auch zahlreiche Besucher an, die im Kreis der Weinfreunde den Nachmittag mit selbst gebackenem Kuchen verbrachten.

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Text + Fotos: mg

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Quelle: Butzbacher Zeitung Samstag, 06. Mai 2006

Neuer Wein wurde angebaut BZ-06-05-2006

OPERSHOFEN. Mitglieder und Freunde des Vereins VINO Wetterauer Winzer e.V. aus Oppershofen haben in den vergangenen Tagen ein neues Teilstück des Südhanges am Wingert berg in Oppershofen mit der Rebsorte Phönix bewirtschaftet. In bester Lage so der Vorsitzende Johannes Löffel, soll hier ein schmackhafter und vor allem qualitativ hochwertiger Wein heranwachsen. Seit Gründung des Vereins im Jahr 2005 reißt das Interesse am Weinanbau in Oppershofen nicht ab. Viele Nachfragen, Besichtigungen und persönliche Beratungen hat Johannes Löffel seit dieser Zeit getätigt. So verwundert es nicht, dass bei dieser Aktion der Neuanpflanzung immer wieder mal Interessierte vorbei schauten, um zu lernen, wie die Weinreben gesetzt werden. Mit einer Wasserlanze und 5 bar Wasserdruck wurden die Pflanzlöcher für die Rebstöcke vorbereitet. Als Wachstumsstütze bekam jeder Rebstock einen Stab zur Seite gesteckt, woran er sich in die Höhe ranken kann, bis er den ersten Spanndraht erreicht. Die Mitglieder hoffen nun, dass das Wetter entsprechend mitspielt und das Wachstum der Pflanzen ungestört beginne kann.

Foto + Text: mg

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2005

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Quelle: Wetterauer Zeitung Freitag, 23. September 2005

Seit über 200 Jahren die erste Weinlese

>>Wetterauer Winzer<< waren mit 80 Öchsle sehr zufrieden- Nach Ernte und Verarbeitung eine zünftige Brotzeit

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Vom Rebstock in die Presse und dann schließlich zum Reifen in große Korbflaschen – die Winzer hoffen auf ein gutes Tröpfchen. Fotos: Groß

Rockenberg-Oppershofen (gr). Man hätte sich kein schöneres Wetter aussuchen können. Strahlender Sonnenschein, stahlblauer Himmel und Weintrauben so prall gefüllt, dass es höchste Zeit wurde, sie zu ernten. Das dachten sich auch die Mitglieder des Vereins >>Wetterauer Winzer<< aus Oppershofen und so traf man sich, um die erste Weinlese durchzuführen.

Alle waren gekommen voller Tatendrang und guter Laune, um die reifen Trauben von den noch jungen Weinreben zu ernten. Kaum waren die ersten Trauben abgeschnitten und im Eimer gesammelt, kam auch schon sichtlich neugierig Vereinsvorsitzender Johannes Löffel mit einem Messgerät. >>80 Öchsle<<, rief er sichtlich erfreut nach dem Test.

Nachdem die gelesenen Trauben in der Handpresse verteilt, Holzplatten und Klötze von einem Gewindehebel langsam mit Muskelkraft nach unten gedreht wurden, floss der Traubensaft im kräftigen Rot in den dafür vorgesehenen Behälter.

Während die letzten Tropfen aus der Presse liefen, bereiteten die Mitglieder eine zünftige Brotzeit vor, die man sich nach getaner Arbeit schmecken ließ.

Abgefüllt in Korbflaschen wird der Traubensaft im Keller gären und langsam zum ersten Oppershofener Wein seit dem 18. Jahrhundert heranreifen.

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Quelle: Butzbacher Zeitung Donnerstag, 22. September 2005

 

80 Öchsle hatten die Trauben bei der ersten Weinlese in Oppershofen

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Oppershofen (mg). Man hätte sich kein schöneres Wetter aussuchen können: strahlender Sonneschein, stahlblauer Himmel und Weintrauben so prall gefüllt, sodass es höchste Zeit wurde diese zu ernten. Dies dachten sich auch die Mitglieder des Weinvereins „Wetteraure Winzer“ aus Oppershofen und so traf man sich zur ersten Weinlese.

Kaum waren die ersten Trauben abgeschnitten und im Eimer gesammelt, kam auch schon sichtlich neugierig Johannes Löffel, Vorsitzender des Vereins „VINO, Wetterauer Winzer“ mit einem Messgerät. Ein kleiner Augenblick verging, dann bewegten sich die Mundwinkel langsam nach oben und ein strahlendes Lächeln zeigte sich. „80 Öchsle“ rief er, und war dabei sichtlich zufrieden. Er musste es ja wissen, denn sein Vater baut schon seit vielen Jahrzehnten erfolgreich Wein an, und von diesem hat er das Handwerk von der Pike gelernt.

Doch was sagt solche Zahle einem, der sich damit nicht auskennt? Die Maßeinheit Öchsle wurde von Christian Ferdinand (1774-1852) entwickelt und bestimmt das natürliche Mostgewicht. Das Mostgewicht zeigt an, wie viel natürlicher Zucker (Traubenzucker und Fruchtzucker) im frischen gepressten Most noch vor Beginn der Gärung enthalten ist. Es kann auch bereits vor der Lese an den Trauben am Stock ermittelt werden, um den günstigsten Lesezeitpunkt festzustellen. Aus dem Zuckergehalt ergibt sich letztlich der potenzielle Alkoholgehalt im Wein. Die Messung erfolgt mit einem Aräometer (Senkwaage) oder Refraktometer (Lichtbrechung). In Deutschland und Österreich stellt das Mostgewicht ein wichtiges Qualitäts-Kriterium dar, mit dem ein Wein schon durch den Anteil von Zucker im Most teilweise klassifiziert wird.

Nachdem die gelesenen Trauben in der Handpresse verteilt, Holzplatten und Klötzer von einem Gewindehebel langsam mit Muskelkraft nach unten gedreht wurden, floss der leckere Traubensaft im kräftigen Rot in den dafür vorgesehenen Behälter. Während die letzten Tropfen aus der Presse liefen, bereiteten die Mitglieder eine zünftige Brotzeit vor, die man sich nach getaner Arbeit schmecken ließ. Abgefüllt in Korbflaschen wird der Traubensaft im Keller gären und langsam zum ersten Oppershofener Wein nach dem 18. Jahrhundert heranreifen. Die Mitglieder vom „VINO Wetterauer Winzer“ Verein hoffen, dass der erste gelesene Wein ein besonderer Wein wird.

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OPPERSHOFEN. Viele fleißige Hände halfen bei der ersten Traubenlese in Opppershofen (Bild oben). 80 Öchsle Mostgewicht wurden bei der Ernte festgestellt und deuten auf einen guten Jahrgang hin. Nach getaner Arbeit nahmen die Helferinnen und Helfer an einer großen Tafel Platz (Bild unten). mg/ Fotos: mg

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Quelle: Wetterauer Zeitung Mittwoch, 21. September 2005

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DAS WEINREBENGRUNDSTÜCK von Johannes Löffel besuchte kürzlich die Vorschulgruppe des Kindergarten Oppershofen. Hobbywinzer Löffel pflückte und verteilte reife Trauben zum Vernaschen, und dass die Kinder nicht genug davon bekommen konnten, versteht sich von selbst. Auch die Betreuerinnen Andi Bayer und Heike Kieninger freuten sich über den gelungenen Ausflug. Nur so könnten Kinder verstehen, woher Traubensaft und Wein kommen. Text und Foto: gr

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Quelle: Wetterauer Zeitung Donnerstag, 25. August 2005

 

Ein Stück Vergangenheit kehrt zurück

 

Verein >>VINO Wetterauer Winzer<< gegründet – Im vergangenen Jahr erste Rebstöcke gepflanzt – Hoffen auf gute Lese

Rockenberg-Oppershofen (gr). Bacchusjünger aus Rockenberg, Oppershofen, Cleeberg, Wölfersheim und Frankfurt haben den Verein >>VINO Wetterauer Winzer<< gegründet. Nachdem vom Initiator Joachim Löffel aus Oppershofen ein rund 100 Quadratmeter großes Ackergrundstück am heimischen Wingertberg für den Weinbau hergerichtet wurde, kommt nun die Weinromantik dorthin zurück, wo sie schon früher einmal war.

Weinanbau ist für die Gemeinden Rockenberg und Oppershofen nichts Neues. nur kann sich keiner mehr so recht daran erinnern, wo einmal in den beiden Gemeinden die saftigen Reben eines damals viel gelobten Weines gestanden haben. In Rockenberg gab es Weinanbauflächen >>Hinter der Kirche<< und >>In den Kirchgärten<<, wo sich heute ein Teil des alten Friedhofs befindet. Grundstücke der Kirchgasse von den Familien Krämer, Neuhäuser und Groß sowie Flächen bis zur Evangelischen Kirche waren mit Weinreben verschiedener Sorten bepflanzt. Weiterhin erstreckten sich die Weinflächen >>Am Haingraben<<, Auf dem Berg<<, >>Im Mauerberg<<, >>Am Kapellenberg<< und den ehemaligen >>Klostermauern Weingärten<<, wo man heute noch die vorhandene Terrassenanlage des Südwesthanges sehen kann.

Versetzt man sich vor Ort in die Zeit zurück, sieht man die im vollen Saft stehenden Reben heranreifen. In Oppershofen wurden Gewannlagen >>Auf dem Rod<<, Hinter der Kirche<< sowie am Oppershofener Wingert für den Weinanbau hergerichtet.

Im 18. Jahrhundert traf es die Rockenberger Weinreben am härtesten. Sämtliche Rebstöcke, so die Pfarrchronik von 1742, erfroren. Nach dieser bitteren Situation wurde der Weinanbau in Rockenberg eingestellt. In Oppershofen kam um 1803 der Weinbau zum Erliegen. Als Grund hierfür ist die Säkularisation des Klosters Marienschloss erwähnt.

Durch die Neubewirtschaftung von 100 Quadratmetern Ackerland mit neuen Weinreben kehrt ein Stück Vergangenheit zurück. Gepflanzt wurden im vergangenen Jahr pilzresistente Neuzüchtungen wie >>Venus<< zur Herstellung von Saft und Hauswein, >>Bianca<<, die weiße Tafeltraube, und >>Muskat Bleu<<, die rote Tafeltraube.

Vorteile der Neuzüchtungen, so Johannes Löffel, sind vor allem der kaum benötigte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Somit kann am Wingert in Oppershofen ein natürlicher Wein heranreifen. Die Vereinsmitglieder freuen sich schon auf die bevorstehende erste kleine Weinlese. Die Reben stehen gut im Saft, und es sieht ganz danach aus, dass es ein Qualitätswein werden wird.

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Der Vorstand vom verein >>VINO Wetterauer Winzer<< setzt sich zusammen aus: 1. Vorsitzender: Johannes Löffel, 2.Vorsitzender: Peter Jüngel, Kassenwart: Karlheinz Bingel, Beisitzer: Mathias Heller und Michael Bell, Kassenprüferinnen: Annette Löffel und Daniela Bell.

Ob auch in Rockenberg die terrassenförmige Südhanganlage der alten >>Klostermauern Weingärten<< ihrem ursprünglichen Verwendungszweck zugeführt werden, steht noch in den Sternen. Aber wer weiß. Vielleicht gibt es in naher Zukunft aus Rockenberg auch wieder einen entsprechenden Qualitätswein …

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Quelle: Butzbacher Zeitung Mittwoch, 24. August 2005

In Oppershofen erlebt der Weinbau jetzt eine Renaissance

Verein >>VINO Wetterauer Winzer<< gegründet/Johannes Löffel 1. Vorsitzender

Oppershofen(mg). Weinfreunde aus Rockenberg, Oppershofen, Cleeberg, Wölfersheim und Frankfurt gründeten den Verein „VINO, Wetterauer Winzer“. Nachdem vom Initiator Joachim Löffel, wohnhaft in Oppershofen, ein ca. 100 qm großes Ackergrundstück am Wingertberg in Oppershofen für den Weinbau hergerichtet wurde, kam die Weinromantik zurück, wo sie schon früher einmal war.

Weinbau ist für die Gemeinden Rockenberg und Oppershofen nichts Neues. Nur kann sich keiner mehr so recht daran erinnern, wo einmal in den beiden Gemeinden die saftigen Reben eines damals viel gelobten Weines gestanden haben. In Rockenberg gab es Weinanbauflächen „Hinter der Kirche“ und „in den Kirchgärten“, wo sich heute ein Teil des alten Friedhofes befindet. Grundstücke in der Kirchgasse der Familien Krämer, Neuhäuser und Groß sowie Flächen bis zur ev. Kirche waren mit Weinreben verschiedener Sorten bepflanzt. Weiterhin erstreckten sich die Weinflächen „Am Haingraben“, „Auf dem Berg“, „Im Mauerberg“, „Am Kapellenberg“, und den ehemaligen „Klostermauern Weingärten“ wo man noch heute die Terrassenanlage des Südwesthanges sehen kann. Versetz man sich vor Ort in die Zeit zurück, sieht man die im vollen Saft stehenden Reben heranreifen. In Oppershofen wurden Gewannlagen „Auf dem Rod“, „Hinter der Kirche“ sowie am Oppershofener Wingert für den Weinbau hergerichtet.

Im 18. Jahrhundert traf es die Rockenberger Weinreben am härtesten. Sämtliche Weinreben, so die Pfarrchronik von 1742, erfroren. Nach dieser bitteren Situation wurde der Weinbau in Rockenberg eingestellt. In Oppershofen kam um 1803 der Weinanbau zum Erliegen. Als Grund hierfür wie die Säkularisation des Klosters Marienschloss genannt

Durch die Neubewirtschaftung von 100 qm Ackerland mit neuen Weinreben kommt ein Stück Vergangenheit zurück. Gepflanzt wurden im vergangenen Jahr pilzresistente Neuzüchtungen wie „Venus“ zur Herstellung von Saft und Hauswein, „Bianca“, die weiße Tafeltraube und „Muskat Bleu“, die rote Tafeltraube. Vorteile der Neuzüchtungen, so Johannes Löffel, sind voe allem der kaum benötigte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Somit kann am Wingert in Oppershofen ein natürlicher Wein Heranreifen. Die Vereinsmitglieder freuen sich schon auf die erste kleine Weinlese. Die Reben stehen gut im Saft und es sieht danach aus, dass es ein Qualitätswein wird.

Der Vorstand des Vereins „VINO Wetterauer Winzer“ setzt sich zusammen aus: 1. Vorsitzender Johannes Löffel, 2. Vorsitzender Peter Jüngel, Kassenwart Karlheinz Bingel, Beisitzer Mathias Heller und Michael Bell, sowie die beiden Kassenprüferinnen Annette Löffel und Daniela Bell.

Ob auch in Rockenberg die terrassenförmige Südhanganlage der alten „Klostermauern Weingärten“ ihrem ursprünglichen Verwendungszweck zugeführt werden, steht noch in den Sternen. Aber wer weiß. Vielleicht gibt es in naher Zukunft aus Rockenberg ebenfalls wieder einen Qualitätswein.

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OPPERSHOFEN. Die Gründungsmitglieder des neuen Vereins „VINO Wetterauer Winzer“, die den Weinbau in Oppershofen betreiben wollen (vgl. Bericht). Foto: mg

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Quelle: Butzbacher Zeitung Samstag, 26. März 2005

Oppershofener Weinreben stehen voll im Saft

BZ-26-03-2005

OPPERSHOFEN. Jeder Schnitt will gut durchdacht sein. Auf die Augenzahl kommt es an. Dann klappts auch mit dem Wein. Text + Foto: mg

OPPERSHOFEN (mg). Johannes Löffel ist zuversichtlich, dass er in diesem Jahr das erste mal echten Oppershofener Wein ernten kann. Auf seinem Pflanzstück in bester Wingert Lage wächst und gedeiht echter Oppershofener Wein, wobei über den Namen des Weines noch nicht endgültig entschieden ist.

Um die erste Ernte in diesem Jahr einzufahren, hat Johannes Löffel die Rebstöcke entsprechend zurück geschnitten. Dabei wurde exakt darauf geachtet, dass eine gewisse Augenzahl eingehalten wurde. Bei seinem Wein, so, Löffel, sind es ca. 7 Stück. Sinn und Zweck dieses Zurückschneidens ist die Herstellung eines gesunden Verhältnisses zwischen Anzahl der Früchte und Blätter. Ist das Zurückschneiden erfolgt, wird die im vollen Saft stehende Weinrebe gebogen und an einem Biegedraht mit pflanzenschonendem Bindedraht befestigt. Die durch diesen Arbeitsgang entstehende große Rundung entscheidet im Wesentlichen über das Wuchsverhalten der einzelnen im Laufe des Jahres treibenden neuen Äste. Eigentlich ist Löffel schon ein wenig spät mit diesem ersten Arbeitsschritt, doch der lang Anhaltende Frost gewährte keinen früheren Zeitpunkt des Zurückschneidens der Rebstöcke. „Die Winzer in meiner Heimat in Rheinhesse“, betonte Löffel, „sind mit diesen Arbeiten schon Mitte Februar fertig gewesen“.

Um mit einem Weinanbau zu beginnen , muss ein Winzer schon im Vorfeld viele wichtige Dinge beachten. So ist seit letztem April das ca. 100qm große Weinanbaustück beim RP Darmstadt, hiesiges Dezernat für Wein bau angezeigt. Für die vorhandene Einzäunung der Rebstöcke, die vor Verbiss und sonstigen Störenfrieden schützen soll, hat sich Löffel vom Amt für Naturschutz eine entsprechende Genehmigung ausstellen lassen, um auch rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen.

Gepflanzt wurden im letzten Jahr pilzresistente Neuzüchtungen wie „Venus“ zur Herstellung von Saft und Hauswein, „Bianca“, die weiße Tafeltraube, und „Muskat Bleu“, die rote Tafeltraube. Vorteile der Neuzüchtungen sind vor allem der kaum benötigte Einsatz von Pflanzenschutzmittel. Somit kann am Wingert in Oppershofen eine natürlicher Wein heranreifen.

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2004

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Quelle: Butzbacher Zeitung Donnerstag, 22. April 2004

In Oppershofen wird wieder Wein angebaut

 

OPPERSHOFEN (mg). Es ist schon lange her, als in Oppershofen süffiger Wein angebaut und geerntet wurde. Was gut war, kommt wieder , so ein Sprichwort, das nun auch hier zutrifft. Am legendären „Wingert“ in Oppershofen wurde erstmals wieder ein Wein angebaut. Speziell hierfür hat sich Hobby-Winzer Johannes Löffel von der Unteren Naturschutzbehörde ein freies Stück Land zum Weinanbau genehmigen lassen. Im Schutz der Einzäunung soll hier die Rebe heranwachsen.

Gepflanzt wurden pilzresistente Neuzüchtungen wie „Venus“ zur Herstellung von Saft und Hauswein, „Bianca“, die weiße Tafeltraube, und „Muskat Bleu“, die rote Tafeltraube. Die Neuzüchtungen haben den Vorteil, dass sie mit weniger Pflanzenschutzmittel auskommen und somit natürlicher heranwachsen können. Bis es zum vollen Ertrag kommt, geschätzt werden so 250 Liter Rebensaft, werden ca. 3 Jahre vergehen. Dann erst ist die Rebe soweit, dass ein voller Ertrag geerntet werden kann.

Johannes Löffel lernte sein Handwerk rund um die Rebe bei seinen Eltern i Rheinhessen. Schon als Kind half er bei Anpflanzung mit und freute sich auf die Erntezeit, die in Weingegenden immer etwas besonderes ist.

Wie der neue Wein aus Oppershofen heißen soll, ist noch ungewiss. Hobby-Winzer Johannes kann sich ja noch ein wenig Zeit lassen, um einen entsprechenden Namen zu finden.

 BZ-22-04-2004

OPPERSHOFEN. Der Hobbywinzer Johannes Löffel will den Weinbau in Oppershofen wiederbeleben (vgl. Bericht). Foto: mg

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